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Hundegeschichten
Dies ist eine kleine Sammlung
aus div. privaten Homepages
bzw. der Herkunftsort steht dabei
Testament
und Letzter Wille eines Hundes
Ich besitze
wenige Güter, die ich hinterlassen kann.
Nichts Wertvolles ist mein Eigentum, außer meiner Liebe und meinem Glück.
Ich bitte meine Besitzer, daß sie mich immer im Gedächtnis behalten, aber daß
sie nicht wegen mir leiden.
In meinem Leben bemühte ich mich ihnen ein Trost in traurigen Momenten und
Freude in ihrem Glück zu sein.
Es tut mir weh ihnen mit meinem Tod Kummer zu bereiten.
Die Stunde des Abschieds ist gekommen und es fällt mir schwer sie zu
verlassen, aber zu sterben wird nicht traurig sein, denn (im Gegensatz zum
Menschen) fürchtet der Hund nicht den Tod.
Eine große
Bitte noch; ich hörte oft von meinen Menschen ''wenn er stirbt, wollen wir
keinen Hund mehr. Wir lieben ihn so sehr, dass wir keinen anderen haben
möchten".
Ich bitte meine Menschen sich aus Liebe zu mir, wieder einen Hund aufzunehmen.
Es nicht zu tun, wäre eine traurige Erinnerung an mein Andenken. Ich möchte
die Gewissheit haben, daß sie - gerade weil ich in ihrer Familie lebte - nun
nicht mehr ohne Hund leben können.
Ich war
nie eifersüchtig oder erbärmlich, spielte mit der schwarzen Katze, teilte in
kalten Tagen den Teppich mit ihr und all die anderen Dinge aus Treue und
Liebe.
Ich
hinterlasse meinem Nachfolger mein Halsband und die Leine und wünsche ihm,
dass er - wie ich - das Glück in diesem Haus genießt.
Das letzte Abschiedswort an meine Lieben:
"Wenn Ihr mein Grab besucht, denkt an mich voller Traurigkeit, aber auch mit
dem Wissen, dass hier ein Wesen ruht, das Euch liebt. So tief mein Schlaf auch
sein mag, ich werde Euch hören und selbst die große Macht des Todes wird nicht
verhindern können, dass meine Seele dankbar mit dem Schwanz wedelt.
Autor:
Unbekannt
"Wichtige" Hundebegriffe!!!
Leine:
Ein Riemen, der an dein Halsband gebunden wird und dir ermöglicht, dein
Herrchen/Frauchen überall dorthin zu führen, wo du es willst!
Sabbern:
Ist das, was du tun musst,
wenn deine Menschen etwas zu essen haben und du nicht. Um es richtig zu machen,
musst du so nah wie möglich bei ihnen sitzen und
traurig gucken, und den "Sabber" auf den Boden tropfen lassen, oder noch besser
auf ihrem Schoß!
Schnüffeln:
Eine soziale Geste, wenn du andere Hunde begrüßt.
Fahrräder:
Zweirädrige Trainingsmaschinen, erfunden für Hunde, um ihr Körpergewicht zu
kontrollieren. Um maximalen Trainingserfolg zu erzielen,
musst du dich hinter einem Busch verstecken und hervorschnellen, laut
bellen und einige Meter neben dem Rad her rennen. Der Fahrer wird dann
seitwärts schlingern und ins Gebüsch fallen, während du stolz davon weiter
ziehst.
Mülleimer:
Eine Tonne, die deine Nachbarn einmal in der Woche rausstellen, um deinen
Scharfsinn zu prüfen. Du musst dich auf deine
Hinterpfoten stellen und versuchen, den Deckel mit der Nase zu öffnen. Wenn du
es richtig machst, wirst du belohnt mit Margarinepapier zum Zerreißen,
Rinderknochen zum Fressen und schimmeligen Brotkrusten!
Taubheit:
Dies ist eine Krankheit, die Hunde befällt, wenn ihre Herrchen/Frauchen möchten,
dass sie drinnen bleiben, während sie draußen
bleiben möchten. Symptome sind unter anderem ausdrucksloses
Anstarren der Person, ferner Wegrennen in die entgegen gesetzte Richtung oder
Hinlegen.
Hundebett:
Jede weiche, saubere Oberfläche, wie z.B. die weiße Tagesdecke im Gästezimmer
oder das neu auf gepolsterte Sofa im Wohnzimmer!
Donner:
Dies ist ein Signal dafür, dass die Welt untergeht.
Menschen verhalten sich bewundernswert ruhig während eines Gewittersturms, so
dass es nötig ist, sie vor der Gefahr zu warnen
durch unkontrolliertes Trampeln, Schnaufen, wildes Augenrollen, und ihnen "auf
den Fersen bleiben".
Papierkorb:
Dies ist ein Hundespielzeug, gefüllt mit Papier, Briefumschlägen und altem
Bonbonpapier. Wenn dir langweilig ist, schmeiß den Papierkorb um und verstreu
das Papier im ganzen Haus bis deine "Leute" nach Hause kommen.
Sofas:
Sind für Hunde das gleiche wie Servietten für Menschen. Nach dem Essen ist es
nett, vor dem Sofa auf und ab zu rennen und die Barthaare daran zu reinigen.
Baden:
Dies ist ein Prozess, bei dem die Menschen den
Boden, sich selber und die Wände durchnässen. Du kannst ihnen dabei helfen, wenn
du dich häufig kräftig schüttelst.
Anspringen:
Die Antwort eines jeden gut erzogenen Hundes auf den Befehl "Sitz!". Besonders
lohnend, wenn dein Mensch "ausgehfertig" gekleidet ist. Unglaublich
eindrucksvoll vor Veranstaltungen in Abendkleidung.
Anstupsen:
Der beste Weg die Aufmerksamkeit deiner Menschen zu erregen, wenn sie gerade
eine Tasse Kaffee oder Tee trinken.
Rempeln:
Die letzte Möglichkeit, wenn das normale Anstupsen nicht den gewünschten Erfolg
bringt - besonders wirkungsvoll in Kombination mit Schnüffeln (siehe oben).
Liebe:
Ein Gefühl intensiver Zuneigung, freizügig verteilt und ohne Einschränkung. Der
beste Weg deine Liebe zu zeigen, ist mit dem Schwanz zu wedeln. Wenn du Glück
hast, wird dein Mensch dich lieben.
Egal wie
wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich!
noch mehr Hundegeschichten
entnommen:
WWW.TIERGESCHICHTEN.DE
14 Vorsätze eines Welpen
- Ich werde nicht mit Herrchens Unterhosen Tauziehen
spielen, wenn er auf der Toilette sitzt.
- Der Müllmann stiehlt nicht unser Eigentum!
- Ich muss mich nicht plötzlich kerzengerade
aufrichten, wenn ich unter dem Kaffeetisch liege.
- Ich werde nicht meine Spielsachen hinter den
Kühlschrank kullern.
- Das Regenwasser muss ich aus dem Fell schütteln
bevor ich ins Haus gehe.
- Ich werde kein Katzenfutter fressen, weder bevor
noch nachdem die Katze es gefressen haben.
- Ich werde aufhören, das letzte verbliebene Stück
Teppich im Haus ausfindig zu machen, wenn ich mich übergeben muss.
- Ich werde mich nicht im Auto übergeben.
- Ich werde mich nicht in toten Vögel, Fischen, Mäusen
etc. wälzen.
- "Katzenklo-Klümpchen" sind kein Futter.
- Der Windeleimer ist keine Keksdose.
- Ich werde nicht auf den Zahnbürsten meiner Menschen
herumkauen und es ihnen nicht sagen.
- Ich werde nicht auf Buntstiften oder Kugelschreiber
herumkauen, besonders nicht auf roten, sonst denken meine Menschen noch, ich
hätte Zahnfleischbluten.
- Ich stehle nicht mehr die Unterwäsche meines
Frauchens und tanze damit auf dem Hof herum.
- Ich werde nicht mehr das Sofa als Handtuch
missbrauchen, das gleiche gilt für Herrchens und Frauchens Schoß.
- Ich werde den Polizisten nicht mehr in die Hand
beißen, wenn er die Fahrzeugpapiere kontrolliert.
Autor: unbekannt
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Markus
Eine Doggengeschichte
Meine Frau und ich waren bei Frau Hainle zum Abendessen eingeladen. Frau Hainle
betrieb mit ihrer Freundin Hanna auf einem ehemaligen Mustergut eine Hühnerfarm
mit Freiland- und Bodenhaltung. Damit verdienten beide ihren Unterhalt. Ihre
große Liebe aber gehörte der Zucht von Mittelschnauzern und Deutschen Doggen,
und in diese Passion floss sicher auch ein Großteil des aus der Hühnerfarm
erwirtschafteten bescheidenen Überschusses. Lieber verschenkten sie einen
Rassehund, geimpft und mit Stammbaum, in ein gutes Haus, als dass sie einen
Welpen in zweifelhafte Hände verkauften. Sie fuhren sogar bis nach Holland und
Frankreich, um sich vom Wohlbefinden der von ihnen abgegebenen Hunde zu
überzeugen und kauften auch schon einmal einen aus schlechter Haltung zurück.
Natürlich drehte sich auch an diesem Abend das Gespräch fast ausschließlich um
Hunde und andere Tiere auf dem Hof. Um den Kaltblüterwallach Harras zum
Beispiel, den Frau Hainle vom Schlachthof mitgebracht hatte, als sie
Fleischabfälle für ihre 25-köpfige Meute eingekauft hatte. Vom Schlachthof
stammte auch die Kuh Herta, die nun Frischmilch für die Welpen lieferte.
Und schließlich sprachen wir über Lilli, die alte gelbe Dogge, die mit acht
Jahren noch einmal Mutter geworden war. Für eine Dogge ist das schon ein nahezu
biblisches Alter. Der ganze Wurf bestand dann auch nur aus einem einzigen Rüden,
und da sie nicht einmal für dieses eine Junge Milch hatte, kümmerte sie sich
instinktiv gar nicht erst um ihn. Natürlich hatten Frau Hainle und Hanna
versucht, ihm die Flasche zu geben, doch er hatte sich beharrlich geweigert,
auch nur einen Tropfen zu trinken. Es war hoffnungslos, und Frau Hainle meinte,
dass er die Nacht wohl nicht überleben würde.
„Wo liegt er denn?“ fragte meine Frau. „Soll mein Mann einmal versuchen, ihm die
Flasche zu geben? Er hat oft eine glückliche Hand in solchen Dingen.“
Ich fand diesen Vorschlag sehr kühn. Wie sollte mir gelingen, was den in der
Aufzucht junger Tiere so erfahrenen Frauen nicht geglückt war? Trotzdem stellte
Hanna sofort die Milchflasche ins warme Wasserbad, und kurz darauf war ich auf
dem Weg zum Pferdestall, wo ich in einem mit Heu und einer Wolldecke
ausgepolsterten Korb die vor sich hin wimmernde Hand voll Dogge vorfand. Ein
Bild des Jammers. Natürlich nahm er auch von mir die Flasche nicht an. Es war
wirklich hoffnungslos. Trotz des warmen Wetters fühlte er sich an wie ein
Frosch. Wenn ich ihm schon nicht helfen konnte, so wollte ich ihn doch
wenigstens ein wenig wärmen und steckte ihn kurzerhand unter mein Hemd. So saßen
wir eine ganze Weile. Der Hautkontakt schien ihm gut zu tun. Er hatte aufgehört
zu weinen. Ich spürte, wie er sich langsam erwärmte und lebendiger wurde, und,
während ich ihn leise streichelte, spürte ich auf einmal seine winzige Zunge auf
meiner Haut. Er schleckte mich ab. Suchend glitt sein Schnäuzchen über meinen
Körper. Bot sich hier vielleicht doch noch eine Chance?
Ich benetzte meine Haut mit warmer Milch, und zu meiner unbeschreiblichen Freude
leckte er sie auf. Das klappte auch beim zweiten und dritten Versuch, und als
ihm dann nach mehreren Wiederholungen schließlich den Nuckel ins Mäulchen schob,
trank er die ganze Flasche gierig leer. Dabei konnte ich zusehen, wie sein
kleiner Bauch sich langsam rundete, und ohne mich dagegen wehren zu können,
heulte ich vor Freude los wie ein Schlosshund.
Ich wartete noch einige Zeit, bevor ich zum Wohnhaus zurückging. Man musste mir
meine Gemütsbewegung ja nicht unbedingt ansehen. Den Kleinen hatte ich
sorgfältig eingepackt, damit er warm blieb. Eine Zentnerlast war von mir
abgefallen. Jetzt konnte er es schaffen. Am liebsten hätte ich ihn ja
mitgenommen. Doch das war aus vielerlei Gründen nicht möglich.
Zurück in der Wohnung erntete ich ungläubige Blicke, als ich die leere Flasche
vorwies. Ich musste berichten. Hanna versprach mir, den Kleinen zu sich ins
Zimmer zu nehmen und ihn spätestens um 6 Uhr morgens wieder zu füttern. Danach
wollte ich mich erkundigen, wie es ihm geht. Es kam aber nicht dazu. Um 7 Uhr
klingelte unser Telefon. Markus, so hatte man ihn inzwischen getauft,
verweigerte wieder sein Fläschchen. Ob ich nicht auf dem Weg zur Arbeit vorbei
kommen könne. Natürlich konnte ich, und zum Erstaunen aller Beteiligten nahm er
von mir die Flasche an, als hätte er sie schon sehnlich erwartet. Mittags rief
mich Frau Hainle im Verlag an. Es sei ihr ja äußerst peinlich. Aber sie wisse
sich wirklich nicht zu helfen. Also setzte ich mich ins Auto und fuhr wieder zum
Geflügelhof, um Markus zu füttern. Auf dem Heimweg vom Verlag fuhr ich erneut
vorbei und dann noch einmal am späten Abend. Das ging über eine Woche so. Dann
kam die erlösende Nachricht, dass Markus nun auch von Frau Hainle und Hanna die
Flasche nahm.
Markus wuchs zu einem stattlichen Doggenrüden heran, dem man seinen schwierigen
Start ins Leben nicht mehr ansah. Er wurde nicht verkauft, flippte bei jeder
Begegnung mit mir total aus, und unsere Freundschaft hielt ein ganzes Hundeleben
lang.
Autor: Theo
Schulz
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